Sonntag, März 22, 2020, 18:20

Wir sind derzeit gezwungen, uns hauptsächlich zuhause aufzuhalten, einen Gang zurückzuschalten und Zeit mit unserer engsten Familie bzw. unseren Partnern zu verbringen. Das birgt sicher für den einen oder anderen enormes Konfliktpotential. Vor allem, wenn man sich nach einer gewissen Zeit so richtig auf die Nerven geht und einen schon Kleinigkeiten auf die Palme bringen. Man ist vielleicht auch unzufrieden, weil man auf so viele selbstverständliche Dinge verzichten muss. Einkaufen nach Lust und Laune, Restaurantbesuche, Kino, etc.

Ich für meinen Teil sehe jedoch auch die positiven Seiten dieser Krise. Wir wohnen an einer stark befahrenen Straße und seit ein paar Tagen hat der Verkehr merklich abgenommen. Ich werde in der Früh durch Vogelgezwitscher wach und genieße oft die Stille und Ruhe ohne Autolärm. Auch bei Spaziergängen durch den Wald kommt es mir vor, als ob sich die Natur erholen würde. Mehr Vogelgezwitscher und weniger Fluglärm… Vor ein paar Tagen sah ich im Fernsehen, dass erstmals seit langer Zeit wieder Delfine in der oberen Adria schwimmen und die Kanäle in Venedig sind klar und sauber wie schon lange nicht mehr. Solche Nachrichten erfreuen mein Herz, weil sie aufzeigen, dass selbst in der schwersten Krise auch eine Chance steckt. Auch wir haben die Chance, umzudenken und gewisse Verhaltensweisen zu überdenken.

Unser Bundeskanzler Sebastian Kurz hat in einem Interview gesagt, dass die Welt nach dem Virus nicht mehr die Gleiche sein wird. Ich sehe das als positive Prophezeiung und nicht als düstere Zukunftsvision. Vielleicht können wir einige Verhaltensweisen aus dieser Krise mitnehmen!? Einmal in der Woche einkaufen reicht eigentlich vollkommen aus. Das spart viele Autofahrten, Geld und Nerven. Wir erkennen auch, dass wir gar nicht so viel brauchen, um zufrieden zu sein. Vielmehr sollten wir bewusster und vor allem regional einkaufen. Das stärkt unsere Wirtschaft und ist auch besser für die Umwelt…


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