Sonntag, März 1, 2020, 10:42

Nachhaltigkeit, Regionalität, Umweltschutz, Klimaschutz. Diese Schlagwörter findet man derzeit überall. Vom Möbelgeschäft bis zum Diskounter bis zum Moderiesen. Alle produzieren nachhaltig in irgendeiner Weise. Hört sich ja auch gut an. Der Konsument muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn er etwas kauft. Wurde es ja nachhaltig und umweltfreundlich produziert.

 

Wenn man diesen ganzen Trend jedoch kritisch betrachtet stellt sich mir schon die Frage, ob alles so nachhaltig ist, wie es einem vorgegaukelt wird. Letztens sah ich Erdbeeren aus Spanien (im Februar!) mit dem Aufdruck „klimaneutral“. Wie geht sich das aus? Müssen die Erdbeeren nicht selbst in Spanien im Februar in Glashäusern angebaut werden? Wie sieht klimaneutraler Transport aus? Müssen Erdbeeren ganzjährig im Supermarkt verfügbar sein? Offensichtlich besteht die Nachfrage.

 

Wir können uns nicht immer auf die großen Supermärkte und andere Handelsketten ausreden. Jeder Konsument hat die Macht, mit seinem Kaufverhalten einzelne Firmen zu beeinflussen. Nun werden einige sagen, was kann ich als Einzelner schon ausrichten? Das mag vielleicht stimmen. Eine Person alleine richtet nicht viel aus. Aber wenn aus einem viele werden, dann ist das Macht. Wie überall bestimmt die Nachfrage das Angebot.

 

Bleiben wir bei unserem Beispiel mit den Erdbeeren. Wenn nurmehr wenige Leute Erdbeeren außerhalb der Saison kaufen, dann werden diese sicher auch nicht mehr im Supermarkt angeboten. Und ist es nicht schöner, sich auf etwas zu freuen? Die Vorfreude auf die ersten heimischen Erdbeeren im Mai?


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