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Sonntag, August 30, 2020, 19:24 | Keine Kommentare »

In verschiedenen Medien gab es letzte Woche die Schlagzeile, dass unsere Bauern dieses Jahr für ihre Erdäpfel nur 5 bis 7 Cent pro Kilo erhalten. Normalerweise liegt der Preis bei 10 bis 12 Cent pro Kilo. Der niedrige Preis resultiert aus der Größe der Kartoffel – diese ist heuer einfach zu groß.

 

Der Handel und der Konsument wünschen sich offensichtlich eine bestimmte Größe. Nicht zu groß und nicht zu klein. Ich frage mich, in welcher verkehrten Welt wir leben, dass Lebensmittel, die nicht der Norm entsprechen, als minderwertiger angesehen werden, obwohl die Qualität passt. Dies trifft sämtliche natürlich gewachsenen Lebensmittel. Wenn die Gurke zu krumm ist oder der Apfel nicht die richtige Größe hat, dann möchte das der Konsument nicht mehr kaufen. Klar, der Handel wälzt die Verantwortung auf seine Kunden ab. Diese haben ohne Zweifel mit Schuld an der Misere. Näher betrachtet kann man aber auch dem Handel die Schuld geben. Es landet (bis auf einige wenige Ausnahmen) nur perfektes Obst und Gemüse in den Regalen. Der Kunde ist verwöhnt und kennt nur diese Norm.

 

In einem Artikel nennt ein Supermarkt als Grund für den niedrigen Preis die hohe Ernte dieses Jahr. Da dieses Jahr die Menge der geernteten Erdäpfel größer ist, ist der Preis daher niedriger.

 

Mir tun die Bauern leid – sie kämpfen ohnehin schon mit klimabedingten Schwierigkeiten und bekommen dann auch noch extrem wenig für ihre Produkte bezahlt. Es wäre schön, wenn wir alle unseren Lebensmitteln und unseren Bauern wieder mehr Wertschätzung entgegenbringen. Sie sind es, die unser Land ernähren.

 

Quelle ORF: https://noe.orf.at/stories/3062844/

 


Sonntag, August 23, 2020, 10:35 | Keine Kommentare »

Eine große Möbelkette macht derzeit Werbung damit, dass in ihren Restaurants Schnitzel um € 2,50 verkauft werden. Als wir das gehört haben, waren wir wütend und entsetzt. Wie kann es sein, dass eine Firma unverhohlen damit Werbung macht? Für uns wäre das nämlich kein Grund, eines dieser Geschäfte zu besuchen. Ganz im Gegenteil. Es ist für uns ein weiterer Grund, hier nicht mehr hin zu gehen.

 

Die zweite Frage, die wir uns stellten ist, wer geht da hin und isst so ein billigst Schnitzel? Vielleicht gibt es wirklich einige Menschen, die nicht viel Geld zur Verfügung haben und sich auch einmal ein Schnitzel gönnen möchten. Wir für unseren Teil denken jedoch daran, wie diese armen Tiere leben mussten, wie sie geschlachtet wurden und unter welchen Bedingungen das Fleisch hergestellt wurde (Stichwort: überdimensionale Schlachtbetriebe). Wir sehen in diesem billigen Stück Fleisch die Zerstörung der Umwelt, das Leid der Tiere und die Ausbeutung der Menschen in den Schlachtbetrieben. Der Preisdruck und die Forderung nach immer billigerer Produktion ist sicher auch mit ein Grund für das Bauernsterben.

 

Offenbar bringt man mit der „Geiz ist Geil“ Mentalität noch immer Menschen in die Geschäfte. Bei jedem Stück Fleisch geht es jedoch auch um ein Lebewesen, ein Lebensmittel, das ich zu mir nehme. Deshalb sollten uns gerade solche Aktionen nicht ansprechen.

 

Burger_Plaetscherdachl

 


Sonntag, August 2, 2020, 14:29 | Keine Kommentare »

Da unser Lavendel den Weg zur Terrasse bereits überwucherte, habe ich gestern die überhängenden Stängel abgeschnitten, um diese für Lavendelkissen zu trocknen. Die Sonne schien und neben mir hörte ich das geschäftige Summen der Bienen. Wir arbeiteten quasi nebeneinander, ohne Angst und ganz friedlich. Es schien, als wollten mir die Bienen sagen, nimm dir, was du brauchst, es ist genug für alle da.

 

Im Fall von unserem wuchernden Lavendel war genug für alle da. Ich bekam meine kleinen Lavendelsträußchen und die Bienen summen auch heute noch an dem riesigen Busch Lavendel mit seinen verlockenden Blüten.

 

Ich denke, dass auch früherer, zu Großmutters Zeiten noch genug für alle da war. Für Mensch, Tier und Umwelt. Man ging sorgsamer mit den Ressourcen um und wusste um deren Wert. Damals ein Stück Brot wegzuwerfen war sicher undenkbar.

 

In der heutigen Zeit jedoch scheint es mir, als ob jeglicher Respekt vor der Natur verloren gegangen ist. Es wird gebaut und zubetoniert, was das Zeug hält. Ganze Wälder werden abgeholzt, Flüsse und Meere verunreinigt, Unmengen an Essen wird einfach weggeworfen, den Wildtieren wird der Lebensraum genommen und noch vieles mehr. Der heutige Mensch führt sich auf, als hätte er eine zweite Erde in Reserve, die er bei Bedarf einfach so besiedeln kann. Dem ist aber nicht so. Wir müssen uns wieder auf das Wesentliche besinnen und achtsamer mit unserer Erde umgehen.

 

Auch ich selbst muss mich des Öfteren bei der Nase nehmen. Wenn man im Supermarkt einkaufen geht ist man gerne verlockt auch einmal unnötiges zu kaufen. Oder bei Kleidung doch noch ein T-Shirt mehr zu nehmen, obwohl man es eigentlich gar nicht braucht. Man ist verlockt, ein neues Handy zu kaufen, weil es da ein neues Gerät gibt, das vom Design und von der Technik her viel besser ist als das Alte, obwohl dieses seinen Dienst noch bestens verrichtet.

 

Die Werbung suggeriert einem allerlei Dinge, die man haben muss. Die Kunst ist es, bei jedem Einkauf in sich zu gehen und sich zu fragen: Brauche ich das wirklich?

 

Nur wenn wir unseren Konsum reduzieren, bewusster einkaufen und keine Lebensmittel mehr verschwenden ist genug für alle da.

Biene im Lavendel


Sonntag, Juli 26, 2020, 10:57 | Keine Kommentare »

Letztens wurden wir zum Essen bei einem unserer Produzenten eingeladen. Da er aus dem eigenen Dorf einmal war und ich ihn viele Jahrzehnte schon kenne haben wir uns das nicht nehmen lassen. Mittlerweile ist er jedoch auf Imkerei und Ysop umgestiegen. Am Speiseplan stand ein Schweinsbraten in echter Waldviertler Ausführung (Knödeln, Kraut, etc.) – extrem lecker und empfehlenswert! 😊

 

Dankenswerterweise durften wir auch eine Flasche Ysop und Oxymel zum Testen mit nach Hause nehmen. Ich habe durch meine gesundheitlichen Probleme durchaus davon provitiert, da es unter anderem auch entzündungshemmend ist. Nun habe ich etwas recherchiert und gelesen, dass das Ysop/Oxymel folgende positiven Eigenschaften hat:

  • stabilisiert die Darmflora
  • wirkt entblähend
  • entgiftet Leber & Galle
  • wundheilungsfördernd
  • entzündungshemmend
  • antibakteriell
  • antiviral
  • uvm.

 

Die Liste ist lange, aber gerade beim Etzündugnshemmend und Antiviral stellt sich die Frage, ob es sich vielleicht auch gleich um ein mögliches Mittel gegen Corona (Covid-19) handeln könnte. Vielleicht mag sich ein Arzt oder Studienzentrum dies einmal näher ansehen und damit beschäftigen 😉 Den Kontakt könnten wir herstellen - frei nach dem Motto: Hüfts Nix, Schodts nix

 

Ein paar Tage nach diesem Besuch haben wir uns die Dokumentation „More than Honey“ angesehen.

Hier treffen Welten aufeinander, wenn man die Liebe zur Natur mit der Liebe zum Geld vergleicht. Leidenschaft zur Imkerei und Leidenschaft zur Gier! Ein echt sehenswerter Film, der einen nachdenklich stimmt und so manches System hinterfragen lässt. Es ist erschütternd, wie der Mensch mit der Natur und seinem Lebensraum umgeht. Als könnten wir tun und lassen, was wir wollen. Ohne Angst vor den Konsequenzen. Wir sollten demütiger und achtsamer mit unserer Umwelt umgehen, wenn wir möchten, dass wir und unsere Nachkommen auf diesem Planeten ein lebenswertes Leben führen können.

Biene


Sonntag, Juni 14, 2020, 15:41 | Keine Kommentare »

Seitdem die Corona-Maßnahmen gelockert wurden, nimmt das Leben wieder seinen gewohnten Lauf. Hat der Lock Down für bessere Luft durch weniger Verkehr gesorgt, scheint dieser wieder auf dem alten Level vor Corona zu sein. Auch in punkto Regionalität kommt es uns vor, dass der Einfluss von Corona nur von kurzer Dauer war. Jeder sprang auf den Regionalitätszug auf. Alle haben gepredigt, Waren und Produkte aus Österreich zu kaufen. Selbst die GIS hat in einem Werbespot die Regionalität ihres Unternehmens hervorgehoben. Für uns war dies alles ein riesiger Marketinggag, auf den sämtliche große Unternehmen aufgesprungen sind. Aber wie regional sind die Unternehmen und Konsumenten wirklich? Wir denken, dass große Handelsketten zwar Regionalität predigen aber im Grunde genommen die gleichen Waren wie vor Corona verkaufen.

 

Die Schuld liegt nicht an den Unternehmen selbst. Der Kunde entscheidet mit seinem Kaufverhalten, welche Waren angeboten werden und ob der vierte Supermarkt im Umkreis von 500 m eröffnet wird. Wir würden uns wünschen, dass mehr Menschen individuell, ökologisch und direkt bei Bauern, Märkten, Bauernläden und dergleichen kaufen. Nicht nur, weil es schön ist, die Produzenten persönlich kennen zu lernen, sondern auch, weil es ein gutes Gefühl ist, zu wissen, woher unser Essen kommt.

Regionale Fähre


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