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Sonntag, August 2, 2020, 14:29

Da unser Lavendel den Weg zur Terrasse bereits überwucherte, habe ich gestern die überhängenden Stängel abgeschnitten, um diese für Lavendelkissen zu trocknen. Die Sonne schien und neben mir hörte ich das geschäftige Summen der Bienen. Wir arbeiteten quasi nebeneinander, ohne Angst und ganz friedlich. Es schien, als wollten mir die Bienen sagen, nimm dir, was du brauchst, es ist genug für alle da.

 

Im Fall von unserem wuchernden Lavendel war genug für alle da. Ich bekam meine kleinen Lavendelsträußchen und die Bienen summen auch heute noch an dem riesigen Busch Lavendel mit seinen verlockenden Blüten.

 

Ich denke, dass auch früherer, zu Großmutters Zeiten noch genug für alle da war. Für Mensch, Tier und Umwelt. Man ging sorgsamer mit den Ressourcen um und wusste um deren Wert. Damals ein Stück Brot wegzuwerfen war sicher undenkbar.

 

In der heutigen Zeit jedoch scheint es mir, als ob jeglicher Respekt vor der Natur verloren gegangen ist. Es wird gebaut und zubetoniert, was das Zeug hält. Ganze Wälder werden abgeholzt, Flüsse und Meere verunreinigt, Unmengen an Essen wird einfach weggeworfen, den Wildtieren wird der Lebensraum genommen und noch vieles mehr. Der heutige Mensch führt sich auf, als hätte er eine zweite Erde in Reserve, die er bei Bedarf einfach so besiedeln kann. Dem ist aber nicht so. Wir müssen uns wieder auf das Wesentliche besinnen und achtsamer mit unserer Erde umgehen.

 

Auch ich selbst muss mich des Öfteren bei der Nase nehmen. Wenn man im Supermarkt einkaufen geht ist man gerne verlockt auch einmal unnötiges zu kaufen. Oder bei Kleidung doch noch ein T-Shirt mehr zu nehmen, obwohl man es eigentlich gar nicht braucht. Man ist verlockt, ein neues Handy zu kaufen, weil es da ein neues Gerät gibt, das vom Design und von der Technik her viel besser ist als das Alte, obwohl dieses seinen Dienst noch bestens verrichtet.

 

Die Werbung suggeriert einem allerlei Dinge, die man haben muss. Die Kunst ist es, bei jedem Einkauf in sich zu gehen und sich zu fragen: Brauche ich das wirklich?

 

Nur wenn wir unseren Konsum reduzieren, bewusster einkaufen und keine Lebensmittel mehr verschwenden ist genug für alle da.

Biene im Lavendel


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